Fachtagung Ernährungsbildung am 9. Oktober 2019 in Regenstauf
10 Jahre Netzwerke Junge Eltern/Familien Ernährung und Bewegung

Zwei Kinder halten Korb mit Äpfeln vor Apfelbäumen

© famveldman - stock.adobe.com

10 Jahre – ein Grund zum Feiern! Seit 2009 unterstützen die Netzwerke Junge Eltern/Familien Ernährung und Bewegung Familien auf dem Weg zu einer gesundheitsförderlichen Lebensweise. Mit Angeboten für die ersten Lebensjahre bis zum Schuleintritt haben sich die Netzwerke etabliert und wachsen stetig.

Rückblick, Einblick, Ausblick – auf der Tagung blicken wir auf die erfolgreiche Arbeit der Netzwerke an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Experten geben Einblick in die aktuellsten Empfehlungen zur Kinderernährung und –bewegung: Was brauchen unsere Kinder, um groß und stark zu werden? Was hat sich in den vergangenen 10 Jahren geändert? Und was ist nur Mythos? Die Foren am Nachmittag bieten Tipps zur Umsetzung der Empfehlungen im Familien- und Kitaalltag und Platz für Diskussionen und Ihre Fragen.

Ansprechpartnerinnen

Maria Treiber-Banse
AELF Regensburg
Lechstraße 50
93057 Regensburg
Telefon: 0941 2083-1175
Fax: 0941 2083-1200
E-Mail: poststelle@aelf-re.bayern.de
Sabine Schichler
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: 0871 603-1312
Fax: 0871 603-1999
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de

Rückblick

Fachtagung 2018

Fachtagung Ernährungsbildung 2018: Wir sind doch nicht aus Zucker! Kinderernährung in Bewegung

Fachtagung JEF 2018
Die Fachtagung Ernährungsbildung im Netzwerk Junge Eltern und Familien informierte im Oktober 2018 über die Zusammenhänge des Zuckerkonsums sowie den Einfluss der Bewegung auf die Kinderernährung.
Die Erzieherinnen und Erzieher, Fach- und Führungskräfte in Betreuungseinrichtungen sind genauso wie junge Eltern selbst oftmals mit Ernährungsfragen konfrontiert. Ob es sich dabei um wissenschaftlich fundierte Fakten handelt, ist nicht immer sofort erkennbar. So wird in der aktuellen Debatte um Zucker einerseites von "purem Gift" gesprochen und andererseits von "purer Energie", die gerade Kinder benötigen. Die Fachtagung gab Anregungen und war Forum für Erfahrungsaustausch. Rund 100 Fachkräfte und Beteiligte des Netzwerks Junge Eltern/Familien aus beiden Regierungsbezirken nahmen teil.
Josef Tischler am Rednerpult
Im Kinder- und Jugendalter Weichen stellen
Abteilungsleiter Josef Tischler verwies in seinen begrüßenden Worten auf eine Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS): Mehr als 15 % der Drei- bis 17-jährigen in Deutschland seien übergewichtig. Im Kinder- und Jugendalter würden die Weichen für das spätere Gesundheitsverhalten gestellt. Durch ein ansprechendes Angebot an vollwertiger Verpflegung und Bewegung und das Ausüben einer intensiven Ernährungserziehung in den Betreuungseinrichtungen, aber vor allem auch zu Hause, trage man effektiv dazu bei, dass Kinder und Jugendlichen gesund und fit ins Leben starten und dies zu einem positiven, gesunden Älterwerden beiträgt.
Christine Frangenberg am Rednerpult
Netzwerk Junge Eltern/Familie
Christine Frangenberg von der Führungsakademie in Landshut stellte das Netzwerk "JungeEltern/Familie, Ernährung und Bewegung" vor. Es unterstützt an den 47 Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Eltern mit Kindern bis zu sechs Jahren auf ihrem Weg zu einer ausgewogenen Ernährung und mehr Bewegung im Alltag.
Edith Gätjen spricht ins Mikrophon
Kinder wollen - Kinder sollen
Ökotrophologin Edith Gätjen referierte über die Hintergründe der Ernährungserziehung im Spannungsfeld zwischen Genetik, Werbung und Familienalltag. Essen habe etwas mit Beziehung zu tun, Beziehung zu sich selbst, zu den Menschen, die Essen geben, mit denen man esse und von denen man das Essen lerne sowie mit Beziehung zu den Lebensmitteln selbst. Damit Säuglinge und Kinder eine gute Beziehung zum Essen aufbauen können, sei es für Eltern wichtig, die Sprache und die Bedürfnisse der Kinder kennenzulernen und ihre eigene Essbiografie zu reflektieren. Sei es der erste Schluck Milch im Arm der Muttter oder das erste Butterbrot am Familientisch - sie prägen das Essverhalten nachhaltig.
"Richtig" eingeführt bzw. herangeführt könne ein Kind eine positive, gelassene und individuelle Beziehung zum Essen aufbauen und diese im Laufe des Lebens intensivieren.
Bewegte Pause Fachtagung JEF 2018

Dr. Uta Engels animierte die Zuhörer zu Lockerungsübungen

Bewegte Pause
Die Zeit zwischen den Vorträgen nutzten die Zuhörerinnen zu einer bewegten Pause. Nur bewegte Eltern haben bewegte Kinder!
Uta Engels
Draußen, dreckig, glücklich - warum Kinder Bewegung im Freien brauchen
Dr. Uta Engels, Sportwissenschaftlerin der Universität Regensburg, erläuterte, warum Kinder Bewegung im Freien brauchen. Der Aufenthalt an der frischen Luft versorge die Kinder mit Sauerstoff, den alle Körperzellen dringend benötigten und dessen Mangel sich meist als erstes in Müdigkeit oder nachlassender Aufmerksamkeit bemerkbar mache. Die Kinder würden weniger krank und entwickelten seltener Allergien. Natur wirke belebend und stressmindernd. Bewegung in der Natur fördere die Motorik sowie das Selbstbewusstsein der Kinder. In ihrem Forum sammelten die Teilnehmer Möglichkeiten für freies Spiel in Naturräumen sowohl im städtischen Bereich als auch im ländlichen Umfeld.
Monika Ziebarth vor Pinnwand
Handlungsempfehlungen versus Realität
Monika Ziebart, Ernährungsberaterin und -therapeutin in München, besprach die Handlungsempfehlungen zur Beratung junger Familien des Netzwerks Gesund ins Leben. die Empfehlungen werden durch Multiplikatoren, Medien Info- und Schulungsmaterial sowie Öffentlichkeitsarbeit verbreitet. In Ihrem Forum tauschten die Teilnehmer Lösungsmöglichkeiten und Ideen für eine erfolgreiche Umsetzung der Empfehlungen aus.

Fachtagung 2017

Fachtagung 2017: Kinderernährung in Bewegung - ein Blick über den Tellerrand

Teilnehmer der Fachtagung Kinderernährung in Bewegung
Die Fachtagung im Oktober 2017 ging auf Fragen der eigenen Ernährungsbiografie sowie speziell auf die Rolle der Väter für die Ernährungserziehung ein. Die Erzieherinnen und Erzieher, Fach- und Führungskräfte in Betreuungseinrichtungen sind genauso wie junge Eltern selbst oftmals mit Ernährungsfragen konfrontiert. Junge Eltern und Familien fragen sich nicht selten: Was ist das Beste für unser Kind? Ernährungsempfehlungen sind unbestritten wichtig. Entscheidend ist jedoch, was sich davon umsetzen lässt. Die Fachtagung gab Anregungen und war Forum für Erfahrungsaustausch. Rund 100 Fachkräfte und Beteiligte des Netzwerks Junge Eltern/Familien aus beiden Regierungsbezirken nahmen teil.
Referentin am Mikrofon

Marion Kratzmair

Gesundes Heranwachsen
Ein wichtiges Ziel von verschiedenen Akteuren in Gesundheitswesen, Bildung und auch der Politik ist das gesunde Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen, so eröffnete Ministerialrätin Marion Kratzmair die Fachtagung. Sie erläuterte die Aufgaben des Netzwerks JungeEltern/Familie mit den beiden Säulen Ernährung und Bewegung. Hilfreich bei der Umsetzung von Ernährungsempfehlungen ist sowohl ein Blick auf die eigene Prägung als auch die Einflüsse des Elternteils, der die überwiegende Zeit mit den Kindern zuhause verbringt. Insbesondere der Rolle der Väter sei ein eigener Beitrag auf dieser Tagung gewidmet.
Fachzentrumsleiterin Banse beim Vortrag

Maria-Treiber Banse

Aktuelles aus den Fachzentren Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung und Biolebensmittel
Fachzentrumsleiterin Maria Treiber-Banse berichtete von aktuellen Themen des Fachzentrums Oberpfalz.
In ihrem Kurzvortrag erläuterte Dorothee Trauzettel, Leiterin des Fachzentrums Niederbayern, die Erzeugung, Verarbeitung und Qualitätssicherung von ökologischen Lebensmitteln. Bio-Lebensmittel sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen, die Branche boomt. Viele Junge Eltern/Familien wollen durch den Einsatz von Bio-Lebensmitteln einen "gesunden Lebensstil" unterstützen.
Referentin zum Thema Essbiografie

Dr. Ute Zocher

Rückwärts sehen, vorwärts denken - Essbiografie und ihre Möglichkeiten
Dr. Ute Zocher legte in ihrem Vortrag einen erziehungswissenschaftlichen Blick unter der Perspektive Gesundheitsförderung auf das Thema Biografie. Sie skizzierte Möglichkeiten, die Biografiearbeit in der Ernährungsberatung mit jungen Familien haben kann. Im Forum 1 probierten die Teilnehmer eine Übung zum Thema Zeit aus und diskutierten anschließend ihre Erfahrungen: Wie erlebe ich selbst diese Methode? Wie ändert dieser Blick meine Perspektive auf die Arbeit mit meiner Zielgruppe? Was hat mich überrascht?
Referent zum Thema Vaterrolle

Dr. Johannes Huber

Väter motivieren!? - Ideen und Methoden zur Einbeziehung von Vätern in die Familienbildung
Wie bzw. mit welchen Maßnahmen kann vätersensible Familienbildung gelingen? Welche Hürden gilt es dabei zu meistern? In Vortrag und Forum 2 beschäftigte sich Dipl. Psych. Dr. phil. Johannes Huber mit ganz praktischen Fragen und dem bestmöglichen Weg zur Einbindung und Aktivierung von Vätern über die Grenzen des traditionellen Rollenbildes hinaus.
Referent

Dr. Robert Jaeschke

Gemeinsam für ein bewegtes (Kinder-)Leben!
Wie können Familien zu einem bewegten Lebensstil motiviert und unterstützt werden? Wie gelingt es, Kinder langfristig für Bewegung, aktives Spielen und Sport zu begeistern? Dr. Robert Jaeschke informierte in Theorie und Praxis, mit Humor und aktiven Übungen.